Mähroboter Garage selber bauen lohnt sich, wenn Sie Ihren Roboter vor Sonne, Regen und Wetterkapriolen schützen möchten. Im Haus abstellen ist umständlich, draußen parken strapaziert die Lebensdauer Ihres Geräts. Eine stabile Garage verlängert die Lebensdauer Ihres Mähroboters und macht den Alltag deutlich einfacher.
Viele Hersteller bieten Garagen zusätzlich an, oft für über 100 Euro. Selbst bei Modellen wie Segway Navimow, bei denen die Garage kostenlos dabei ist, sind diese Basic Garagen leicht gebaut und schützen nur begrenzt gegen Hitze und starke Sonneneinstrahlung. Egal, ob Sie bereits eine haben oder nicht, selbst eine Garage zu bauen ist einfach. Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Mähroboter Garage selber bauen können Sie in fünf Schritten eine stabile und schützende Lösung herstellen.
Inhalt
- Erster Schritt: Das richtige Material für Ihre Mähroboter-Garage wählen
- Zweiter Schritt: Die Größe der Mähroboter-Garage ausmessen
- Dritter Schritt: Materialien für die Mähroboter-Garage vorbereiten
- Vierter Schritt: Mähroboter-Garage DIY nach Bauplan
- Fünfter Schritt: Dekorieren oder optionale Zubehörteile anbringen
- Zusammenfassung
- FAQs zum Thema
Erster Schritt: Das richtige Material für Ihre Mähroboter-Garage wählen
Wenn Sie eine Mähroboter-Garage selber bauen möchten, beginnt alles mit der Wahl des richtigen Materials. Verschiedene Werkstoffe bieten unterschiedlichen Schutz, passen sich unterschiedlich gut in den Garten ein und bestimmen gleichzeitig Aufwand und Schwierigkeitsgrad beim Bau. In deutschen Gärten werden vor allem fünf Materialien genutzt, die sich bewährt haben, sodass Sie nach der Auswahl genau wissen, welches für Ihre Garage am besten geeignet ist.
Aluminium-Garage
Aluminium ist die gängigste Variante für Mähroboter-Garagen. Fertigmodelle lassen sich in ein bis zwei Stunden mit Akkuschrauber oder Schraubendreher montieren, wer mehr Schutz will, kann Aluminiumplatten selbst zuschneiden und zusammenbauen. Das Material schützt zuverlässig vor Regen und Rost, ist wartungsarm und hält problemlos über zehn Jahre, hat aber den Nachteil, dass es dünn ist und nur begrenzten Schutz bietet. Zudem wirkt das moderne, schlichte Design nicht immer harmonisch im natürlichen Garten.

Acryl-Gerage
Wenn Sie keinen großen Wert auf Schutz legen und die Garage möglichst günstig und schnell bauen möchten, ist Acryl eine gute Wahl. Ein Gestell aus Aluminiumprofilen oder verzinkten Rohren, darauf 3 bis 5 Millimeter dicke Acryl- oder Polycarbonatplatten für das Dach, schon ist die Grundform der Garage fertig. Die Kosten liegen bei 10 bis 30 Euro. Der Vorteil: flexibel, leicht anpassbar und platzsparend. Nachteilig ist, dass das Material leicht und transparent ist, der Schutz gegen Sonne, Wind oder Krafteinwirkung gering ist. Für besseren UV-Schutz empfiehlt es sich, Acryl mit UV-Schutzschicht zu verwenden.

Holz-Gerage
Holz ist für eine Mähroboter-Garage super, weil es im Garten natürlich wirkt und ein richtiges DIY-Feeling vermittelt. Normale Holzplatten oder alte Paletten bekommt man fast überall, sie lassen sich leicht schneiden, bohren und nageln, sind viel leichter als Metall oder Ziegel und lassen sich flexibel anpassen. Türen, Verzierungen oder Sondermaße sind kein Problem, das Ergebnis wirkt rustikal und harmonisch. Wichtig ist, dass das Holz imprägniert ist, das Dach Regen abhält und Holzschutzöl Insekten fernhält. Regelmäßige Kontrolle und gelegentliches Nachjustieren sorgen dafür, dass alles stabil bleibt.

Backstein-Garage
Eine Mähroboter-Garage aus Backstein sieht von außen am stabilsten aus und wirkt wie eine richtige Garage, ist aber die aufwendigste DIY-Variante. Wer nicht viel Erfahrung im Mauern hat, riskiert schiefe Wände, Risse oder Wasserschäden, außerdem sind Aufwand und Kosten hoch und ein Umstellen praktisch unmöglich. Dafür bietet sie hervorragenden Schutz, hält viele Jahre Wind, Sonne, Frost und Hitze stand und passt optisch perfekt zu Ziegelhäusern oder einem klassischen Gartenstil, vermittelt also richtig das Gefühl von Dauerhaftigkeit.

Schwere Metallgarage mit Tor
Wenn Sie ein harter DIY-Enthusiast sind, ist eine Holz- oder Ziegelgarage vielleicht zu simpel, dann ist eine Mähroboter-Garage aus schwerem Metall genau das Richtige. Sie hält Wind, Schnee, Starkregen und sogar Krafteinwirkung aus und schützt mit einem Türsystem auch vor Diebstahl. Dafür ist der Bau anspruchsvoll: Metallplatten sind schwer, Transport und Montage brauchen mindestens zwei Personen, und Werkzeuge wie Bohrmaschine, Nietenpistole oder Metallschneider sind Pflicht. Für eine Schiebetür müssen Schiene, Federn und Scharniere präzise sitzen, sonst klemmt alles.

Zweiter Schritt: Die Größe der Mähroboter-Garage ausmessen
Haben Sie das passende Material gewählt, geht es als Nächstes ans Maßnehmen. Normalerweise finden Sie die Abmessungen Ihres Mähroboters in der Produktverpackung oder der Bedienungsanleitung. Wenn Sie diese nicht zur Hand haben oder die Verpackung schon entsorgt wurde, können Sie auch auf der Herstellerwebsite nachsehen. Bei der Navimow i Series zum Beispiel finden Sie unter dem Menüpunkt „Spezifikation und Vergleich“ direkt die Maße: 545 × 385 × 285 Millimeter.
Für die Garage empfiehlt es sich, etwa 30 Zentimeter größer zu planen als der Roboter selbst. Wer einen Blick auf die vom Hersteller angebotenen Garagen wirft, merkt, dass diese meist nur 20 bis 25 Zentimeter größer sind. Da aber je nach Material unterschiedliche Raumverhältnisse entstehen und Informationen aus dem Netz nicht immer exakt sind, ist es sinnvoll, etwas großzügiger zu planen.

Dritter Schritt: Materialien für die Mähroboter-Garage vorbereiten
Sobald Sie sich für das Material und die Größe Ihrer Garage entschieden haben, geht es ans Zusammenstellen der Werkzeuge und Grundmaterialien. Unabhängig vom Materialtyp gibt es einige Basiswerkzeuge, die Sie unbedingt bereithalten sollten. Eine universelle Liste sieht wie folgt aus:
- Maßband / Wasserwaage : Für genaue Messungen und um sicherzustellen, dass die Garage gerade steht
- Akkuschrauber oder Bohrmaschine : Zum Bohren und Befestigen von Schrauben
- Schraubendreher oder Schraubenschlüssel : Für die Montage und Stabilisierung der Struktur
- Säge, Hand- oder elektrisch : Zum Zuschneiden von Holz oder Acrylplatten
- Schleifgerät oder Schleifpapier : Für glatte Kanten und Schutz vor Splittern
- Silikon oder Dichtmasse : Zum Abdichten und für Wasserfestigkeit
- Wetterfeste Lacke oder Sprühfarben : Für Langlebigkeit und optische Gestaltung
- Arbeitshandschuhe und Schutzbrille : Für die persönliche Sicherheit
Bei den Baumaterialien richten Sie sich nach der geplanten Konstruktion. Für eine besonders DIY-orientierte Holzgarage benötigen Sie zum Beispiel:
- Rahmen : Holzleisten zur Stabilisierung
- Boden : Holzpaletten oder Betonplatte
- Seitenwände : mehrere Holzplatten
- Dach : Dachziegel, Wellblech oder wasserdichter Stoff
- Verbindungsmaterial : Holzschrauben oder selbstschneidende Schrauben
Mit dieser Liste und den in Schritt zwei ermittelten Maßen können Sie problemlos in den Baumarkt oder online gehen, um alle benötigten Werkzeuge und Materialien zu besorgen.
Vierter Schritt: Mähroboter-Garage DIY nach Bauplan
Nun geht es an die eigentliche Montage, Schritt für Schritt nach den einzelnen Bauteilen der Garage. Als Beispiel nutzen wir wieder eine Holzgarage und unseren Bauplan, der Ihnen die Arbeit deutlich erleichtert.
- Gehäuse der Mähroboter-Garage bauen: Verwenden Sie stabile Holzplatten oder Paletten als Boden. Wer Zeit sparen möchte, kann direkt eine Holzpalette verwenden. Beim selbstgebauten Boden können Sie einen rechteckigen Rahmen aus Holzleisten zusammenbauen und darunter Querstreben anbringen, um die Stabilität zu erhöhen. Steht die Garage auf feuchtem Rasen, empfiehlt sich eine PVC-Matte als Feuchtigkeitsschutz.
- Seiten- und Rückwände montieren: Stellen Sie die beiden Seitenplatten auf den Boden und fixieren Sie sie mit Schrauben oder L-Winkeln. Danach kommt die Rückwand hinzu, sodass eine U-förmige Struktur entsteht. Mit der Wasserwaage prüfen Sie, ob alles gerade steht. Bei Bedarf können Sie Eckleisten einfügen, um die Stabilität weiter zu erhöhen.
- Dach anbringen: Je nach Geschmack können Sie ein Pultdach für gute Wasserableitung oder ein Satteldach für ein schöneres Erscheinungsbild wählen. Zuerst bauen Sie den Dachrahmen aus Holzleisten, dann decken Sie ihn mit Holzplatten oder Wellplatten ab. Das Dach sollte mindestens fünf Zentimeter überstehen, damit Regen nicht an den Wänden herunterläuft. Alle Fugen werden mit Dichtmasse versiegelt. Wer möchte, kann zusätzlich eine Bitumenbahn auflegen. Für bequemere Wartung kann das Dach aufklappbar gestaltet werden, so lässt sich der Roboter einfach herausnehmen oder reinigen.
- Schleifen und wasserfest machen: Nach der Montage des Daches schleifen Sie alle Kanten gründlich ab, um Splitter zu vermeiden. Anschließend tragen Sie gleichmäßig Holzschutzöl oder Outdoor-Lack auf, am besten in zwei Schichten. Stellen Sie sicher, dass besonders gefährdete Stellen wie Kanten oder Schraubenlöcher zusätzlich mit Silikon abgedichtet werden. Erst wenn alles vollständig getrocknet ist, kann der Roboter in die Garage gestellt werden.

Fünfter Schritt: Dekorieren oder optionale Zubehörteile anbringen
Nach der Fertigstellung können Sie die Garage nach Belieben dekorieren oder mit optionalem Zubehör ausstatten. Beispielsweise lassen sich Magnetvorhänge oder Schwingtor anbringen, um den Schutz zu erhöhen. Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass die Innenräume trocken bleiben. Wer den Komfort steigern möchte, kann LED-Leuchten oder eine integrierte Ladestation einbauen. Auch optische Anpassungen sind möglich, damit die Garage harmonisch in den Garten passt und nicht wie ein Fremdkörper wirkt.

Zusammenfassung
Kurz gesagt, für eine stabile Mähroboter-Garage kommt es auf Planung und solide Konstruktion an. Vermessen Sie den Roboter, planen Sie genügend Platz und den richtigen Dachwinkel, bauen Sie Boden, Seiten- und Rückwände auf, montieren Sie das Dach und dichten Sie alles ab. Schleifen und Holzschutzlack machen die Garage langlebig und praktisch. Wer sich den Aufwand sparen möchte, kann auch gleich den Navimow i105 Mähroboter wählen, der eine passende Garage kostenlos mitliefert, so ist der Roboter sofort rundum geschützt.
FAQs zum Thema
Wie groß sollte meine Mähroboter-Garage im Vergleich zum Roboter sein?
Die Garage sollte etwa 30 Zentimeter größer sein als der Roboter, so bleibt genug Platz zum Herausnehmen, für Belüftung und optionales Zubehör.
Welches Material ist für eine DIY-Garage am besten geeignet?
Aluminium ist leicht und rostfrei, Acryl günstig und flexibel, Holz natürlich und gut bearbeitbar, Ziegel oder Metall extrem stabil, aber aufwendig und teuer.
Muss die Garage unbedingt wasserdicht sein?
Ja, Regen und Feuchtigkeit setzen dem Roboter zu. Fugen abdichten, Kanten versiegeln und bei Holz wasserfesten Lack oder Holzschutzöl verwenden.
Eine PVC-Matte schützt zusätzlich.
Kann ich die Garage auf unebenem Rasen aufstellen?
Ja, aber zuerst eine stabile Basis prüfen, Wasserwaage nutzen und bei feuchtem Untergrund eine Feuchtigkeitssperre oder Drainage einplanen, sonst klemmt oder beschädigt der Roboter.








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